Festival Ergebnisse

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Ergebnisse der Deutschen Filmfestspiele  Erfurt 2020 – DAFF online

Online-Preisverleihung im Live-Stream: Im Herzog-Filmtheater Schrobenhausen übergab Marcus Siebler die DAFF-Obelisken symbolisch an Sarah Schönacher zum Postversand. Fotos: Heidrun Budke

Die 78. Deutschen Filmfestspiele DAFF 2020 konnten zahlreiche abwechslungsreiche und wundervolle Filme präsentieren. Das Programm eines Filmfestivals lebt von spannenden, lustigen und berührenden Geschichten seiner Autoren. Die jetzt ausgezeichneten Werke befassen sich mit einer Vielfalt an Themen: Die Filme drehen sich zum Beispiel sozialkritisch um Vorurteile, ein aktuelles Umweltproblem, düstere Zukunftsvisionen sowie die Faszination von Kampfkunst. Im besonderen Fokus stehen aber auch Unterhaltsames vom alten Süden der USA, seltene Einblicke in ein abgeschiedenes indigenes Volk in Afrika und Erinnerungen an eine frühere mechanische Werkstatt. Ausführliche Berichte dazu in der kommenden Ausgabe des Verbandsmagazins film&video 3/20!

Die komplette Preisverleihung können Sie sich noch einmal in Ruhe auf der Startseite und im News-Bereich der BDFA-Homepage anschauen.

Die höchste Auszeichnung unseres Verbandes gewinnen:

Martha Schorn,
FUTURA FILM CLUB DÜSSELDORF e.V.

Doris von Restorff und
Dr. Cord von Restorff,
Karlsruher Film- und
Video-Club e.V.

Birgit Mölle-Weber,
Filmklub Dortmund e.V.

Jan Philip Roza,
FILMthuer e.V.

Marc Eggers und
Martina Huismann
Siegburger Filmclub e.V.

Sophie Henriksson,
BDFA-Einzelmitglied (Freiburg)

Dominik Seemann
(Nürnberg) 

Folgende sieben Filme wurden mit einem BDFA-Filmpreis 2020 ausgezeichnet: 

kein Anschluss unter dieser Nummer
von Birgit Mölle-Weber

Die Fotomontage zusammengesetzter Erinnerungen berichtet über das Schaffen in der ehemaligen Feinmechaniker-Werkstatt von Karl Assmann. Die eindrucksvolle Verknüpfung von Bild- und Tonbandaufnahmen versetzt uns in eine Zeit, in der dieser Ort einst mit Leben erfüllt war. Der Dokumentarfilm hat die Jury aufgrund seines eindrucksvollen Formats und der authentischen Erzählweise in seinen Bann gezogen. Fotografien und kurzweilige Geschichten voller Frohsinn und Spaß an der Arbeit.
Laudatorin: Nadine Katschmarek 

The Art of Bakti Negara
von Jan Philip Roza

Wir tauchen ein in die Welt von Bakti Negara und lassen uns entführen nach Bali. Jan Philip Roza beleuchtet die philosophische Idee, ihre Geschichte und die athletische Ausdrucksweise dieser indonesischen Kampfkunst. Der Autor schafft es zu jedem Zeitpunkt, die Energie des Ortes, mit starkem familiären Bezug, durch bildstarke Kompositionen einzufangen. Das Zusammenspiel der gewählten Musik und das Sounddesign unterstreicht punktgenau, doch unaufdringlich den asiatischen Spielort und bedient konsequent jeden Martial Art Fan in dieser kurzweiligen Dokumentation. Vor allem aber ist es der Filmschnitt, der es schafft, die beeindruckende Dynamik der Sportler für uns in einem scheinbar leichten Tanz zugänglich zu machen.
Laudator: Markus Stoll

Diversity
 von Marc Eggers, Martina Huismann

Freiheit ist in einer Demokratie das wichtigste Gut. Freiheit bedeutet aber auch Toleranz anderen Denkweisen gegenüber. Von Distanz zur Nähe lautet der Wunsch der Filmemacher. Wir folgen der Protagonistin bei ihrem Weg zur Arbeit sprichwörtlich auf dem Fuß bis zum überraschenden Ende. Beeindruckt hat die Jury die virtuose Verknüpfung der sprachlichen mit der originellen visuellen Ebene, das Spiel mit Konventionen, das zu einem unvermuteten Abschluss führt. Der Film spricht ein wichtiges, hochaktuelles Thema an – Diversität. Er will und soll Debatten anstoßen. In diesem Fall geht es unter anderem um Vorurteile bei religiösen Lebensanschauungen.
Laudatorin: Christine Haupt

Im tiefen Süden bei King Cotton
von Martha Schorn

Eine Reportage, die aufwendig inszeniert ist und uns in die wechselvolle Geschichte einer ganzen Region führt. Sie macht neugierig und weckt die Reiselust. Gleichzeitig hat der Film eine gewisse Leichtigkeit und sympathische Note, weil es die Autorin immer wieder schafft, mit Ihren Protagonisten ins Gespräch zu kommen. So bekommen wir interessante und unterhaltsame Eindrücke vom alten Süden der USA.
Laudator: Jürgen Richarz 

Blätterrock und Hirsebier
von Doris von Restorff, Dr. Cord von Restorff

Der Dokumentarfilm entführt uns zum abgeschiedenen Völkerstamm der Koma. Aus den Tiefen Kameruns lernen wir eine indigene Gruppe kennen, deren Lebensweisen und Alltagsrituale uns andachtsvoll beschrieben werden. Es wird uns ein Volk vorgestellt, das gegensätzlicher unserer westlichen Gesellschaft nicht sein könnte. Trotz unterschwelliger Kritik an den überholten Lebenspraktiken zeigt der Film, wie glücklich und offenherzig die Gemeinschaft miteinander umgeht. Der Film hat die Jury durch seine lebhafte und ergreifende Erzählweise überzeugt.
Laudatorin: Nadine Katschmarek

Watermorphosis
von Sophie Henriksson

Formal hat der Film einen individuellen, ansprechenden experimentellen Ansatz gewählt, der die Jury in ihren Bann gezogen hat. Zunächst noch lebendige, muntere Wesen unter Wasser, bevor der Zuschauer eine Zunahme an Plastikmüll bemerkt, die zu einem Stillstand der Flora und Fauna führt und zum Leben kaum noch Platz lässt. Aktueller und gesellschaftlich relevanter kann ein Film derzeit kaum sein. Keine leichte Aufgabe, die sich die Filmemacherin gestellt hat. Sie vermag es jedoch, in kürzester Zeit ohne Worte auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen – ohne erhobenen Zeigefinger.
Laudatorin: Christine Haupt 

WEISSE KUGEL
von Dominik Seemann

Stelle sich einer vor: das Los entscheidet darüber, wer leben darf und wer sterben muss. Ein fiktionales Szenario, um die Überbevölkerung der Erde zu regulieren! Dieser Konflikt wird in dem packenden Kurzfilm von Dominik Seemann thematisiert. Nicht nur durch die Symbolik der zu wählenden Kugeln, sondern auch durch die Wahl der Farben Schwarz und Weiß werden eindringlich aktuelle Missstände angeprangert. Dazu trägt ein eleganter Mix aus fiktionaler Erzählweise und gekonnt ausgesuchtem Archivmaterial bei. Die düstere Bildsprache und die beklemmende Musik folgen der Handschrift des Autors auf Schritt und Tritt und lassen keinen Zweifel daran, dass es niemals ein Spiel der Mächtigen sein kann, über den Fortbestand der Menschheit zu entscheiden. Ein dramatisches Ende, in dem Schwarz gewinnt, verliert gleichwohl an Kraft durch die perfekte Wahl des Filmtitels.
Laudator: Markus Stoll 

Mit dem BDFA-Special-Award «Unforgettable» ausgezeichnet wurde der Film

Little Hollywood
von Justin Irsch

Wir sehen einen Mann, seine Liebe, seine Hingabe und seine Passion. Ein Film über einen Menschen, der uns Träume schenkt – Träume, nach denen wir uns alle sehnen, in einem dunklen Kinosaal. Ein Film über einen Idealisten, von einem Idealisten, über eine Branche, die seit Jahren auch wegen Streaming-Plattformen unter Druck gerät. Was sagt es über uns aus, wenn wir aus Bequemlichkeit heraus das Kino, unsere Träume, sterben lassen?
Laudator: Marcus Siebler

Bester Minutenfilm (Publikumsvoting)

FALSCH ABGEBOGEN
von Manfred Hennig, Gerd Ripberger, Videofilmer Senftenberg e.V.

DAFF-Publikumspreis (Sieger der Publikumswertung mit 40% Stimmenanteil)

Makrokosmos
von Bergit und Jürgen Bergmann, Filmgruppe Ortenau

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