Treffpunkt BDFA auf der „photokina“

Es ist Tradition: der BDFA wird wie in den vergangenen 20 Jahren auf der diesjährigen „photokina“ in Köln vom 26. bis 29. September 2018 wieder vertreten sein. Publikumsgünstig wird der eigene BDFA-Stand wahrscheinlich in der „MOTION“ alle 5 die Besucher empfangen. Der Messe-Stand des Bundesverbandes Deutscher Film-Autoren e.V. soll wieder ein Treffpunkt aller Hobbyfilmer werden. Auf der „MOTION“-Bühne werden Mitglieder auf den BDFA aufmerksam machen. Geplant sind Vorträge über Reise-, Report- und Dokumentarfilme. Autoren werden dem Publikum ihr filmisches Wissen zum Beispiel über Videoschnitt und Musik im Film vermitteln. Auch die Frage „Wie bekomme ich Chemiefilme auf einen modernen Datenträger“ wird beantwortet, Gemafreie Musik präsentiert u.a.m. Ein erfahrenes Messeteam sorgt dafür, alle Fragen rund um den Videofilm zu beantworten. Das Ganze ist als wirksame Werbeaktion für unseren Verband gedacht. Für diese Unterstützung dankt der BDFA der Messeleitung der photokina und den Sponsoren. Tipps und Infos erfolgen über unseren Newsletter und auf: www.photokina.de

Klaus Krafft & Uli T. Radermacher
Kontakt: ulifilm(a)aol.com

Exklusiv für BDFA-Mitglieder – DAFF-2018-Shop ist nun online!

Dieser ist erreichbar über www.daff2018.de,  www.shop.daff2018.de  oder  www.shop.filmclubrain.de

Auch die DAFF-Webseite wurde um weitere Informationen und Ablaufpläne ergänzt. Abgesichert ist der Shop momentan noch durch das Allen bekannte Passwort aus dem Download-Bereiches der BDFA-Webseite (finden Sie auch in „film&video“).

Rettet den Minutenfilm!

Im Fokus: der 25. Deutsche Minutenwettbewerb 2018

 Dieser Artikel ist logischerweise kurz, dafür aber beängstigend in seiner möglichen Tragweite. Der Minutenfilm im BDFA-Geschehen scheint bald auszusterben, was den unten zeichnenden Filmemacher Frank Dietrich zu einem Aufschrei veranlasst, der in jedes Schnittstudio dringen muss.

Wodurch ist eigentlich die hohe Kunst des Erzählens auf kürzestem Weg abhanden gekommen? Dem Dichter ist zuzurufen, dass seine Schreiberei nicht so sehr mit „dichten“, sondern mit „verdichten“ zu tun hat. Gleiches gilt für das Schneiden eines Filmes, der nicht ein Sammelsurium aller brauchbaren Szenen sein kann, sondern ausschließlich das zwingend erforderliche Maß für die filmische Offenbarung enthält. Welch ein persönlicher Genuss für Filmer, in einer passablen Zeit beim Filmschnitt ein Schätzchen reifen zu fühlen, das bei jeder öffentlichen Projektion ein Schmankerl ist! Minutenfilme sind nicht irgendwas. Professoren an Filmhochschulen lassen von künftigen Studenten Minutenfilme anfertigen, um deren Filmverständnis zu testen.

Szenenbild des Minutenfilms „Frohes Fest!“ von Manfred Hennig und Frank Dietrich (2013).

2018 wird im BDFA zum 25. Mal ein Minutenwettbewerb ausgestaltet, der nur Filmen bis maximal 60 Sekunden eine Teilnahme gestattet. Neben dem Amüsement in mehreren Stufen und unter aktiver Einbeziehung des Publikums werden zwei Filme auserkoren, die den BDFA beim World Minute Movie Cup der UNICA, nächstens im tschechischen Blansko, vertreten.

Was schafft man in einer Minute Film? „Weil Kürze denn des Witzes Seele ist …“ hat schon Shakespeare gewusst! Humor passt also schon mal. Und da das „votende“ Publikum beim Deutschen Minutenwettbewerb, beim Minutencup während der DAFF und beim WMMC der UNICA vordergründig einen unterhaltsamen Abend erleben will, gewinnen oft die humorvollsten Filme.

Machen und sich ausprobieren ist richtig. In einem k.o.-System gleich gewinnen zu wollen, ist schon schwieriger. Da muss der Autor sein Publikum gut kennen, um ihm den genau richtigen Leckerbissen vorzusetzen.

Ein erzählter Witz mit zwei Männern, ein Wort hin, eins zurück und fertig, reicht wohl nicht: In Bildern zu erzählen, ist die Kunst, Bekanntes in neuer Sicht anzubieten, ist die hohe Kunst. Der Schreiber dieser Zeilen zeigt seit Jahren Minutenfilme, die menschliche Tiefen sichtbar machen: Gier, Mord, Überwachung, Scheidung, erotische Geldautomaten … Hinsetzen, nachdenken, losmachen. Das Leben hält so viele Geschichten parat, man muss sie nur einsammeln.

Letzter Absatz zum Humor: „Differenz“ ist das Schlüsselwort. Je größer die Differenz zwischen dem zu Erwartenden im Film und dem dann Eintretenden, desto stärker ist der Überraschungseffekt, der zu heftiger Heiterkeit beim Publikum führt. Punkt. Und was ist mit ernsteren Minutenfilmen? Es gibt sie leider nur selten, sie fehlen sehr. Die Senftenberger Videofilmer stiften jedes Jahr einen „Minuten-Kunst-Preis“, der kleine Dokumentationen, Reportagen, Porträts, Satire und experimentelle Kunst befördern soll. Eine Spielwiese ohnegleichen lädt zum Betreten ein. Lasst Pflänzchen zu leuchtenden Blumen erblühen!

Machen Sie Minutenfilme, nur 19 Werke wurden 2017 eingereicht, wir hatten schon mehr als 50 im Programm!

Gehen Sie auf die Seite www.videofilmer-senftenberg.de und erfahren Sie dort Termine und Reglement. Lernen Sie von anderen Filmemachern, indem Sie den 25. Deutschen Minutenwettbewerb besuchen. Senftenberg im Seenland ist immer eine Reise wert.

Frank Dietrich
für die Videofilmer Senftenberg

„2017: Die Besten“ – die Filme des Jahres

8. Nationales Einladungsfestival für Spitzenautoren und ihre Goldmedaillenfilme

Weit über die Region hinaus haben sich Kurzfilmfreunde diesen Termin längst notiert: 3. Dezember 2017: „Die Besten“ im Carl-Orff-Saal der Musikschule Mönchengladbach. Zum achten Mal setzt der Mönchengladbacher Filmklub „Objektiv“ e.V. sein Credo in die Tat um: „Wir feiern nicht nur vier herausragende Filme, sondern gleichzeitig auch ihre Autoren“. Die Matinee ab 10:30 im festlichen Ambiente wird musikalisch umrahmt von Musikschülern. Die Filmauswahl für die Top-Four legen die „Objektivisten“ grundsätzlich in externe Hände eines Gremiums das jährlich neu formiert wird. Die fünf BDFA-Experten aus Juroren und Autoren waren 2017 Martin Gubela, Barbara und Hartmut Ibsch, Erik Jäger, Klaus Krafft und Anton Wallner. Ihr Votum sorgt dafür, dass am 1. Advent diese Filme über die Leinwand flimmern:

„Masuren – Natur erleben“ von Werner Rohlmann, „123,5 Lünen-Lippeweiden“ von Uwe Koslowski, „Robertina“ von Doris und Dr. Cord von Restorff sowie „Im Reich des Laubfroschs“ von Frank Lauter.

  • Uwe Koslowski, Filmklub Dortmund e.V.
  • Frank Lauter, Filmclub Hohenlohe e.V.
  • Doris und Dr. Cord von Restorff, Karlsruher Film- und Video-Club e.V.
  • Werner Rohlmann, Dransfeld, Einzelmitglied

 

Für Werner Rohlmann und Uwe Koslowski ist es die erste Nominierung für „Die Besten“. Das Ehepaar von Restorff und Frank Lauter holen sich jeweils ihr drittes Windlicht ab. Das Programm verspricht wieder hochkarätig zu werden, zumal die Auswahl auf die ersten drei Plätze der DAFF-Publikumswertung sowie einen Bronzefilm aus dem deutschen UNICA-Programm fiel.

Neben dem Oberbürgermeister als Schirmherr übernehmen Repräsentanten der Sponsoren die Rolle von Filmpaten, die den Autoren „ihres“ Films die Erinnerungsgabe des Festivals, das handgefertigte gläserne Windlicht mit eingraviertem „Objektiv“-Logo, überreichen. Festivalorganisator Prof. Gerhard Comelli, „Objektiv“-Ehrenvorsitzender: „Wir identifizieren uns ausdrücklich mit dem Begriff ‚Filmamateur‘ und wollen unserem Publikum zeigen, welche filmischen Spitzenleistungen echte Amateure erbringen.“ Der Mönchengladbacher Filmklub „Objektiv“ rechnet wieder mit vollem Haus. Es lohnt sich. Der Eintritt ist frei.

Gerhard Comelli

www.objektiv-mg.de

Zeitenwechsel für den Jungen Film im BDFA

Das neue „filmreif!“-Festival für den Jungen Film, das jetzt im BDFA Saarland aus der Taufe gehoben wurde und künftig – erstmals 2019 – mit einem eigenen Film-Kontingent zu den Deutschen Filmfestspielen DAFF weitermelden wird, löst die Kooperation mit dem Rostocker Festival FiSH als Jugendfilmfestival des BDFA ab. BDFA-Präsident Marcus Siebler dankte den Ausrichtern des dortigen Instituts für neue Medien in einem Schreiben für die gute und langjährige Zusammenarbeit. „Der 90-jährige BDFA weiß um seine Geschichte, den JUNGEN FILM in Rostock mit begründet zu haben, was ihn sehr stolz macht. Unsere Organisationen werden auch in Zukunft freundschaftlich miteinander verbunden bleiben.“ Der JUNGE FILM beim FiSH sei im Laufe der Zeit zu einem Filmfestival geworden, das deutschlandweit seines Gleichen sucht. Marcus Siebler dankte insbesondere Matthias Spehr, der über viele Jahre das bindende Mitglied zwischen BDFA und FiSH war. „Matthias hat die Moderation des FiSH-Blocks bei den DAFF stets in souveräner Weise geleitet, und wir sind ihm für seine Arbeit zu großem Dank verpflichtet“, so der BDFA-Präsident.

Der Vorstand des BDFA hat sich entschlossen, sein Bundesfilmfestival Junger Film in die Hände eines jungen saarländischen Teams zu legen, das 2018 das Festival erstmals durchführen soll. Diese Entscheidung ist Teil des eingeleiteten Reformprozesses im Zuge der Neuausrichtung des BDFA.

Hans-Werner Kreidner