„Story of my Life“: Jugendfilm-Festival erfolgreich

Das erste Jugendfilm-Festival am 13. Januar 2018 im Stadtmuseum Siegburg (NRW) war ein voller Erfolg hinsichtlich Resonanz und Besucheransturm. Unter dem Motto „Story of my Life“ drehte der Nachwuchs mächtig auf. Auf berührende und teils witzige Art thematisierten die jungen Filmemacher zwischen 8 und 17 vor allem Freundschaft, Liebe, Mobbing und Schulprobleme. 25 Filme rangen um die Gunst von Publikum und Jury. Ausgezeichnet als „Bester Film“ wurde „Mai“ von Sophia Rode, Film-AG Antoniuskolleg Neunkirchen-Seelscheid. Den Sonderpreis „Beste Regie“ gewann Maria Grant (14) vom   Anno-Gymnasium Siegburg für „Hide and Seek“. Die 17-jährige Ciara Borgards, ebenfalls Anno-Gymnasium Siegburg, machte mit „Liebes Tagebuch“ auf sich aufmerksam. „Pech in Pech“ der Film-AG Drachenfelsschule Wachtberg-Niederbachem wurde für die „Beste Idee“ ausgezeichnet. Der Preis „Beste Kamera“ ging an „Das Opfer“ aus Kerpen. Schüler vom Kinder- und Jugendzentrum Troisdorf gewannen für „Der Schatz der Piraten“ den Preis für den besten Schnitt. Die Jury vergab von Sponsoren gestiftete Geld- und Sachpreise. Der Siegburger Filmclub e.V. hatte als Ausrichter 160 Schulen im Rhein-Sieg-Kreis besucht. Drei neue junge Mitglieder und ein Stück mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit sind das Fazit. Drei Filme werden zum Rheinischen Landesfilmfestival weitergemeldet. Beim Internationalen Kinder- und Kulturfest in Siegburg gibt es am 23. September 2018 ein „Best of Jugendfilm-Festival“.

Eine Eigenbetrachtung von Margot R. Kühn können Sie im Newsletter und im BDFA-Report lesen.

Große Freude unter den kleinen Filmautoren über ihre Preise. Foto: Andrea Dünwald

Vorstandswechsel im Landesverband NRW

Mitgliederversammlung wählte Andreas Klüpfel zum neuen
Vorsitzenden des größten und mitgliederstärksten Landesverbandes

Auf der Jahresversammlung 2018 des BDFA-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen wählte die Mitgliederversammlung am 13. Januar einen neuen Vorstand. Der bisherige 1. Vorsitzende, Erik Jäger, schlug Andreas Klüpfel, 1. Vorsitzender des Filmclubs Solingen e.V., als Nachfolger vor, der daraufhin einstimmig in dieses Amt gewählt wurde. Aus persönlichen Gründen hatten Erik Jäger und Schatzmeister Hans Joachim Stöger vorzeitig ihre Ämter niedergelegt. Erik Jäger wird sich als frischer Rentner verstärkt in Entwicklungshilfe-Projekte einbringen und viel Zeit im Ausland verbringen. Für seine geleistete Arbeit im BDFA wurde ihm gedankt und für seine künftigen Aufgaben viel Erfolg gewünscht. Hans Joachim Stöger, der aus gesundheitlichen Gründen ausscheidet, wird das Amt kommissarisch einige Monate noch erfüllen, bis sich seine Nachfolgerin eingearbeitet hat. Zur Schatzmeisterin gewählt wurde Gabriele Lichtenhagen. Als 2. Vorsitzender wurde Hans Berenberg einstimmig bestätigt.

Neuer Vorsitzender des BDFA-Landesverbandes NRW: Andreas Klüpfel

Ein wichtiger Punkt für die Zukunft des BDFA-NRW ist der Beschluss, die Regionen Düsseldorf und Köln zu einer Region Rheinland zu vereinen. Durch Zusammenlegen der Regionen profitieren die Filmer der Kölner Region, weil sie ihre Filme jährlich zu zwei Wettbewerben in Düsseldorf melden können. Diese Regelung gilt zunächst für die Wettbewerbssaison 2018/19. Nach ersten Erfahrungen wird entschieden, ob die Regionen komplett neu gebildet werden.

Der neue Landesverbandsvorsitzende Andreas Klüpfel, der erst seit dreieinhalb Jahren Mitglied im BDFA und seit zwei Jahren 1. Vorsitzender des Filmclubs Solingen ist, kann völlig unbelastet durch alte Querelen seine Arbeit aufnehmen. „Was früher mal war, ist Vergangenheit. Wir dürfen nicht vergessen, dass es bei der Filmerei um unser Hobby geht, das uns Spaß machen soll. Wir haben wichtige Aufgaben zu bewältigen. Aber wer sagt, dass wir diese nicht auch locker und mit Freude an der Sache leisten können. Ernst ist das Berufsleben schon genug.“

Von Mitgliedern, für Mitglieder – das macht den BDFA aus!

Andreas Klüpfel möchte die Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Medien und dem TV-Lernsender NRWision verstärken. Vorgesehen ist eine Mediathek. Ziel des neuen Vorsitzenden ist es auch, die Zusammenarbeit zwischen den Clubs zu verstärken. Was in den vergangenen Jahren ein starker Filmclub alleine schaffen konnte, ist heutzutage in vielen Clubs leider nicht mehr möglich. Mitgliederschwund und Überalterung lassen diverse Aktivitäten nicht mehr zu. „Da sollten die Filmclubs mehr zusammenarbeiten. Der Filmclub Solingen half zum Beispiel dem Filmclub Walsum-Wacker für den Wettbewerb „NRW – mein Land“ bei der Internetgestaltung. Mehrere Clubs in einer Ausrichtergemeinschaft organisieren schon seit Jahren zweimal im Jahr erfolgreich das Landesfilmfestival in Düsseldorf. Von Mitgliedern, für Mitglieder – das macht den BDFA aus!“

Die Internetseite bdfa-nrw.de soll neugestaltet und mit mehr Informationen versehen werden. Andreas Klüpfel und Frank Nienhaus werden die Homepage gemeinsam verwalten. Fortgeführt werden soll der 2017 eingeführte NRW-Filmer-Stammtisch, bei dem sich sonntags Filminteressierte zum Brunchen treffen und über Filmthemen fachsimpeln. Zum Abschluss zeigte Andreas Klüpfel Filmtrailer aus Clips von Filmclubs, die den BDFA-NRW repräsentieren und auf Festivals gezeigt werden sollen.

Kontakt: Andreas Klüpfel, 1. Vorsitzender des BDFA Nordrhein-Westfalen e.V.
Bäckershof 19, 42699 Solingen, Tel.: 0212 – 2530500
E-Mail: andreas.kluepfel(a)bdfa.de

„2017: Die Besten“ – die Filme des Jahres

8. Nationales Einladungsfestival für Spitzenautoren und ihre Goldmedaillenfilme

Weit über die Region hinaus haben sich Kurzfilmfreunde diesen Termin längst notiert: 3. Dezember 2017: „Die Besten“ im Carl-Orff-Saal der Musikschule Mönchengladbach. Zum achten Mal setzt der Mönchengladbacher Filmklub „Objektiv“ e.V. sein Credo in die Tat um: „Wir feiern nicht nur vier herausragende Filme, sondern gleichzeitig auch ihre Autoren“. Die Matinee ab 10:30 im festlichen Ambiente wird musikalisch umrahmt von Musikschülern. Die Filmauswahl für die Top-Four legen die „Objektivisten“ grundsätzlich in externe Hände eines Gremiums das jährlich neu formiert wird. Die fünf BDFA-Experten aus Juroren und Autoren waren 2017 Martin Gubela, Barbara und Hartmut Ibsch, Erik Jäger, Klaus Krafft und Anton Wallner. Ihr Votum sorgt dafür, dass am 1. Advent diese Filme über die Leinwand flimmern:

„Masuren – Natur erleben“ von Werner Rohlmann, „123,5 Lünen-Lippeweiden“ von Uwe Koslowski, „Robertina“ von Doris und Dr. Cord von Restorff sowie „Im Reich des Laubfroschs“ von Frank Lauter.

  • Uwe Koslowski, Filmklub Dortmund e.V.
  • Frank Lauter, Filmclub Hohenlohe e.V.
  • Doris und Dr. Cord von Restorff, Karlsruher Film- und Video-Club e.V.
  • Werner Rohlmann, Dransfeld, Einzelmitglied

 

Für Werner Rohlmann und Uwe Koslowski ist es die erste Nominierung für „Die Besten“. Das Ehepaar von Restorff und Frank Lauter holen sich jeweils ihr drittes Windlicht ab. Das Programm verspricht wieder hochkarätig zu werden, zumal die Auswahl auf die ersten drei Plätze der DAFF-Publikumswertung sowie einen Bronzefilm aus dem deutschen UNICA-Programm fiel.

Neben dem Oberbürgermeister als Schirmherr übernehmen Repräsentanten der Sponsoren die Rolle von Filmpaten, die den Autoren „ihres“ Films die Erinnerungsgabe des Festivals, das handgefertigte gläserne Windlicht mit eingraviertem „Objektiv“-Logo, überreichen. Festivalorganisator Prof. Gerhard Comelli, „Objektiv“-Ehrenvorsitzender: „Wir identifizieren uns ausdrücklich mit dem Begriff ‚Filmamateur‘ und wollen unserem Publikum zeigen, welche filmischen Spitzenleistungen echte Amateure erbringen.“ Der Mönchengladbacher Filmklub „Objektiv“ rechnet wieder mit vollem Haus. Es lohnt sich. Der Eintritt ist frei.

Gerhard Comelli

www.objektiv-mg.de

Clubübergreifende Hilfe bündelt Ressourcen

Ein gutes Beispiel über Ländergrenzen hinaus kommt aus NRW. Andreas Klüpfel vom Filmclub Solingen berichtet über nachahmenswerte Kooperationen, nachdem er sich mit Problemen konfrontiert sah.

In den Clubs kann oft nicht mehr jeder alle Aufgaben übernehmen. Vereine haben zwar eine Internetseite, doch der Verantwortliche für die Pflege der Inhalte ist nicht mehr im Club. Bei Schulungen  benötigen Kurse mit einem professionellen Trainer eine Mindestteilnehmerzahl, die man aus den eigenen Reihen nicht mehr bekommt. Beim  Ausrichter des Wettbewerbs „NRW – mein Land“ stellte sich heraus, dass die Internetseite www.nrw-mein-land.de noch auf 2016 verwies, weil der Club keinen Webmaster mehr hat. So bot ich ihm an, das Anmeldeformular zu überarbeiten und über den Server vom Filmclub Solingen zum Download zur Verfügung zu stellen. Da ich im Nebenberuf Internetseiten auf WordPress umstelle, habe ich das Fachwissen für Programmierung. Das Werbeplakat habe ich mit Photoshop überarbeitet und die Internetseite auf den neuesten Stand gebracht. Clubübergreifende Hilfe nenne ich das Zauberwort für die nächsten Jahre. Die Clubs müssen zusammenwachsen und sich helfen, wo es Engpässe gibt. Das Landesfilmfestival in Düsseldorf meistern seit Jahren Mitglieder mehrerer Vereine. Warum das nicht ausweiten? Gedacht – getan. Über den Lernsender nrwision und die Landesanstalt für Medien konnte ich ein professionelles Trainerteam organisieren für eine Tagesschulung zum Thema „Texte für meinen Film erstellen“. Aus dem Solinger Club meldeten sich nur fünf Teilnehmer.  Die freien Plätze bot ich umliegenden Clubs an. So hatten wir eine super Truppe von zwölf Teilnehmern und einen Kurs, der alle begeisterte. Der Folgekurs „Sprechen am Mikrofon“ ist fast ausgebucht. Fürs nächste Jahr sind drei Tageskurse geplant und auch ein Clubleitertreffen, um die Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten. Einfach mal über die Clubgrenzen hinausdenken. Einzelkämpfer konnten wir früher sein mit genug Mannschaftsstärke im Rücken. Heute heißt es: Ressourcen bündeln, auch gemeinsam filmen. So wie ich mir für einen Spielfilm aus dem SFW Filmclub einen zweiten Kameramann holte. Es geht alles, man muss nur mit Leuten sprechen.

Kontakt: www.filmclub-solingen.de