Bundesfilmfestivals starten am Wochenende nach Ostern in Fuldabrück

Menschliches Miteinander und Zeitgeschichte

Vielfalt des Dokumentarischen Films im Fokus: Reisereportage, Technik, Kunst und Lokales   

Zum zweiten Mal veranstaltet der Bundesverband Deutscher Film-Autoren e.V. (BDFA) am Wochenende nach Ostern im hessischen Fuldabrück nahe Kassel das Bundesfilmfestival DOKU. 42 Filme nichtkommerzieller Filmemacher aus allen Teilen Deutschlands widerspiegeln die Vielfalt von Themen und Geschichten, die das Leben schreibt. Von Freitag bis Sonntag wird dem Publikum die ganze Bandbreite des dokumentarischen Kurzfilms präsentiert: von persönlich gefärbter Zeitgeschichte über eine Allegorie des Ideals menschlichen Miteinanders bis zum lebenslustigen Porträt. Zu erleben sind beispielsweise bezaubernde Landschaften zwischen Hohe Tauern und Dolomiten. Was das Festival attraktiv macht, sind beeindruckende Reisereportagen in exotische Welten: Myanmar, Namibia, Mexiko. „Havanna Blues“ stellt Menschen zwischen Enttäuschung und Hoffnung vor. Eine fiktive Reportage über isländische Trolle, die man nicht sieht, aber jederzeit spürt, dürfte besonders unterhaltsam sein.

BFF Doku Fuldabrück, Bürgerhaus Bergshausen

Wie kein anderes Genre steht Dokumentarfilm für gesellschaftliche und soziale Themen. In „Mein Neuanfang“ zum Beispiel schildert eine Schülerin aus Syrien an der Lobdeburgschule Jena ihre innersten Gefühle. Dem Krieg entkommen und nach Deutschland geflüchtet, steht sie vor ihrem neuen Leben, noch verängstigt durch die Vergangenheit, voller Hoffnung aber auch Zweifel bezüglich der Zukunft. Um Heimat dreht es sich ebenso in einer Doku über ein Dorf, das dem Braunkohletagebau weichen muss. Eine Reportage lässt den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs miterleben. Der Zuschauer bekommt Einblicke in die Arbeit eines Klavierbaumeisters und die besonderen Fähigkeiten eines Wasserkraftwerkes.

Filmemacher aus Hessen sind hier mit drei Filmen vertreten. Der Filmclub Offenbach stellt eine Theaterproduktion vor und reflektiert ein tragisches Ereignis 1953 auf dem  Matterhorn. Um Geschichte und Gegenwart der Fuggerei in Augsburg dreht es sich in einer weiteren Doku aus Hessen. Die Filme haben sich über Landesfilmfestivals für diesen Event qualifiziert. Alle werden von einer Fachjury öffentlich diskutiert.

Eröffnung: Das Bundesfilmfestival Dokumentarischer Film wird am 6. April um 17 Uhr im Bürgerhaus Bergshausen in Fuldabrück eröffnet. Zum Abschluss am 8. April werden Gold-, Silber- und Bronzemedaillen vergeben und die Besten delegiert zu den 76. Deutschen Filmfestspielen des BDFA (10.-13. Mai 2018 in Rain am Lech).

BFF Fiction Publikum

Der BDFA, größte nichtkommerzielle Vereinigung von Filmemachern und Filmclubs in Europa, veranstaltet weitere Bundesfestivals Doku in Castrop-Rauxel (13.-15. April) und in Dorfen/Bayern (27.-29. April) sowie die Bundesfestivals Fiktionaler Film in Schrobenhausen (20.-22. April) und Naturfilm in Blieskastel (27.-29. April).

Ausrichter: BDFA Hessen e.V./Film- und Videoclub Fuldabrück

www.bdfa-hessen.de/bff

Kontakt: Norbert Lippe, Habichtswaldstraße 11A, 34277 Fuldabrück
Tel. (05665) 4825 / E-Mail: norbert.lippe@bdfa.de