Bericht vom 1. Regionalen Amateur Filmfestival (RAFF) am 09.02.2013 in Hanau

von Horst Günther (Babenhausen)

ffv-hanauDer Film Foto- und Videoclub Hanau e.V. richtete das 1. Regionale Amateur Filmfestival des BDFA Hessen am 09. Februar 2013 um 10 Uhr in den Räumlichkeiten der Reinhardskirche in Hanau-Kesselstadt, Jakob-Rullmann-Str. 6, in 63454 Hanau aus.

Peter Steiner begrüßte als 1. Vorsitzender die anwesenden Gäste im Namen des Filmclubs als Ausrichter sowie die vom Jurybeauftragten eingeladenen Juroren.

Seine Clubmitglieder hatten den Saal eingerichtet und die erforderliche Projektionstechnik aufgebaut. Diese stand unter der Federführung der Clubmitglieder Dietmar Jakisch undThomas Zatschker. Es wurde zur Projektion der eingereichten Filme der vom BDFA-Landesvorstand angeschaffte Beamer eingesetzt.

Für das leibliche Wohl der Gäste sorgten ebenfalls die Damen des Filmclubs mit belegten Brötchen, Würstchen mit Kartoffelsalat, Kuchen und verschiedene Getränke zur Auswahl.
Alle Autoren nach der Urkundenübergabe

Ihm folgte Christine Wilkerling als Landesvorsitzende, die dem Filmclub für die Durchführung des Wettbewerbs dankte und die Anwesenden der „Filmerfamilie“ zum Karneval-Samstag mit :“Hanau Helau“ begrüßte. Die Filmautoren haben ihre jüngsten „Kinder“ eingereicht, wagen sich damit an die Öffentlichkeit und hoffen auf eine faire Beurteilung durch die Jury.

Sie wünschte allen Besuchern gute Unterhaltung und der Jury für die Autoren hilfreiche Aussagen zu ihren Filmen. Was bedeutet „objektiv sein?“ Juroren haben die Aufgabe, „den Gegenstand der Beurteilung“ – also den Film – unvoreingenommen in ihrer Runde zu besprechen und sich nicht von Gefühlen oder Vorurteilen bestimmen zu lassen. Die gemachten Aussagen über die „Kunstwerke“ der Autoren sollen daher – für Autor und Publikum – verständlich und nachvollziehbar sein.

Nach den Grußworten erzählte sie wieder eine Geschichte, in dem sie die Filmtitel aller Autoren des heutigen Tages textlich in Verbindung brachte und damit der Erwartungshaltung der Anwesenden wieder entsprach (*Titel-Geschichte siehe unten). Damit eröffnete sie das 1. Regionale Filmfestival des Jahres 2013 in Hanau.

Von den ehrenamtlich tätigen Jurymitgliedern wurde konzentriertes Beurteilen gefordert, denn 13 Filme mit reinen Laufzeit von 164 Minuten standen auf dem Programm. Davon 5 Doku-, 4 Reise-, 2 Reportage- und je 1 Natur- bzw. Spielfilm.

Die Jury wurde von dem BDFA Jurybeauftragten Dieter Kopelke (Siegen) ausgewählt. In der Vorbesprechung der Juroren wies er nochmals auf die Kriterien zur Filmbewertung hin. Die Jury stand unter der Leitung von Dieter Volk aus Niederbiel, der seine Jurymitglieder in seiner gewohnten Art zur Filmbeurteilung aufforderte.

Er wies darauf hin, dass die Jurymitglieder die Aufgabe haben, den anwesenden Autoren hilfreiche, fachlich begründete und fundierte Ratschläge sowie motivierende Hilfestellungen über das Gesehene aufzuzeigen und die Filmpassagen zu benennen, die angesprochen wurden.

Denn bei einer Weitermeldung der Filme zur HAFF in Offenbach am 09.03.13 können die Autoren nach den BDFA-Regeln die von der Jury vorgeschlagenen (und von den Autoren akzeptierten) Änderungen an ihren Filmbeiträgen noch durchführen. Diese müssen dann allerdings spätestens fünf Tage vor Beginn der Veranstaltung (also am 04.03. beim Ausrichter vorliegen!) erledigt sein.

Die Juroren, die sich dieser Aufgabe stellten, waren Irmgard Adam (Gießen); Hans Exner (Olpe), Albrecht Gerster (Wetzlar), Horst Günther (Babenhausen), Lars Sebralla (Bruchköbel).

Für Statistiker: Der Filmclub Taunus Bad Homburg war mit vier, die Filmclubs VHS Neu Isenburg und Erbach-Michelstadt mit je zwei, die übrigen Filmclubs mit je einem Filmbeitrag vertreten. Erfreulich auch die Teilnahme eines Einzelmitgliedes zu dieser Veranstaltung!

Die Besucher erlebten u.a. filmisch gut durchdachte und aufgebaute Filme wie:

  • Über den 50. Geburtstag der Christus Gemeinde in Bad-Vilbel und den vielseitigen Aktivitäten innerhalb der Gemeinde, der Geburt, Jugendarbeit, Gottesdienst, Seelsorge
  • Eine Reise durch China, ein Spiegelbild zu der uns bekannten westlichen Kultur
  • Einen Besuch in den Regional-Park Rhein-Main mit einem Eisenbaum im Zwiegespräch / Vergleich zur Natur.

Die ersten Plätze gingen an:

  1. Thomas Zatschker (Hanau) für seinen Film „Mehr als Steine und Beton“
  2. Rüdiger Schnorr (VHS-Neu-Isenburg für seinen Film „Narkotika“
  3. Klaus Weinreich (Einzelmitglied) für seinen Film „China mit unseren Augen“

Die zweiten Plätze gingen an:

  1. Klaus Schardt (Rüsselsheim) für seinen Film „Der Eisenbaum“
  2. Norbert Schnorr (VHS Neu-Isenburg) für seinen Film „Reiseziel Bergen“
  3. Hilde & Werner Eichhorn (Offenbach) für ihren Film „Wo die Welt noch Balken hat“
  4. Klaus Schlitz (Bad Homburg) für seinen Film „Daseinsvorsorge“
  5. Helmut Staubach (Bad Homburg) für seinen Film „Nassauer“
  6. Dr. Bruno Thelen (Darmstadt) für seinen Film „Ein Turm erzählt“
  7. Dr. Günther Franzen (Erbach-Michelstadt) für seinen Film „Hados Traum von Afrika“
  8. Prof. Dr. Klaus Frank (Erbach-Michelstadt) für seinen Film „Rauch im Wald“

Die dritten Plätze ging an:

  1. Hans-Joachim Urban (Bad-Homburg) für seinen Film „Jüterbog“
  2. Helmut Staubach (Bad-Homburg) für seinen Film „Natur und Technik“

Gegen 18.00 Uhr stand das Endergebnis und die Weitermeldungen fest: Zwei dritte Plätze, acht zweite Plätze und drei erste Plätze wurden vergeben. Davon wurden acht Filme zu den 66. Landes-Filmfestivals Hessen (HAFF), die in Offenbach am 09. März stattfinden, weiter gemeldet. Ausrichter ist dann der Filmclub Offenbach
(Veranstaltungsort: Deutsches Ledermuseum Offenbach, Frankfurter Straße 86, 63067 Offenbach am Main. Beginn 10:00 Uhr).


*Die kleine Geschichte der Landesvorsitzenden aus allen Filmtiteln:

Wir sind gerade von einer Reise zurückgekehrt, jetzt denken Sie bestimmt ja klar „Reiseziel Bergen“, aber ich muss Sie enttäuschen: Wir sind Asienfans und haben u.a. „China mit unseren Augen“ gesehen.

Ursprünglich wollten wir dahin „Wo die Welt noch Balken hat“ , aber der „Rauch im Wald“ hat uns abgehalten. Die Reise war gut organisiert und es gab „Mehr als Steine und Beton“, das kann ich Ihnen versichern.

Da wir keine „Nassauer“ sein wollten, machten wir uns unverzüglich an die „Daseinsvorsorge“ und das war auch gut so. Die Versorgung mit den einschlägigen „Narkotika“ ließ nämlich sehr zu wünschen übrig!

Was helfen da schon „Natur und Technik“, wenn Sie auf der Suche nach dem „Eisenbaum“ sind. Alle Nachforschungen waren vergebens, selbst der Hinweis dass „Ein Turm erzählt“ erschien uns schließlich wie „Hados Traum von Afrika“ und Sie können sich schon denken wie wir zurückgekommen sind: Natürlich über „Jüterbog“.