Lokalchronik-, Folklore- und Familienfilm

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Datum: 22. – 24. April 2016
Ort: Dorfen (Landkreis Erding)
Kontakt: Barbara Bernauer, Am Gries 14, 84424 Isen
Telefon: 08083/549880
E-Mail: info(a)abc-net.de
Webseite: http://bff-lokales.de


Ergebnisse 2015 (PDF)

Lesen Sie hier den Bericht der Lokalpresse (PDF)


Ergebnisse 2014

Die kleine(n) DAFF in Dorfen

Ja mei, was soll man dazu schon sagen? Wer 2011 die „DAFF der Herzen“ in St. Wolfgang erlebt hatte, konnte ahnen, was einen beim Bundesfilmfestival Lokales in Dorfen erwarten würde: großes Engagement der Ausrichter, viel Herzblut für die Bereiche Lokales, Handwerk und Tradition, aber auch offene Arme der Gastfreundschaft. Und so war es dann auch.

Zum ersten Mal ein Bundesfilmfestival im oberbayerischen Dorfen, übernommen nach 33 Jahren Heimat in Straubing. Dass sich Barbara Bernauer und Adalbert Becker vor dieser Aufgabe gefürchtet haben könnten, glaube ich nicht. Dazu sind die beiden zu versierte Profis im Amateurbereich. Dass ihr Adrenalinspiegel dennoch ziemlich hoch gewesen sein dürfte, glaube ich dagegen schon, auch wenn dies für Außenstehende nicht zu spüren war. Aber man muss es sich nur vorstellen: Unter den mit Sicherheit kritischen Augen der Vorgänger ein solches Festival mit all seinen Unwägbarkeiten zu stemmen, das verdient schon Anerkennung. Und die brachten dann nicht nur teilnehmende Autoren zum Ausdruck, sondern auch Karl-Heinz Meier, der nach besagten drei Jahrzehnten sein „Kind“ aus den Händen gegeben hatte. In Dorfen sei es jetzt „hervorragend aufgehoben“, versicherte er den neuen Eltern und erinnerte zugleich daran, dass einstmals auch der Bereich Sport in seiner Obhut war, seit einiger Zeit aber in Oldenburg sehr gut betreut wird.

Zurück nach Dorfen. Was dort mit nicht mehr als einer guten Hand voll Helfern auf die Beine gestellt wurde – Respekt. Eine intensive Vorarbeit durfte Früchte tragen. Die Gäste, von denen sich ruhig mehr hätten einstellen können, erlebten ein harmonisches Zusammenspiel in einer ungekünstelten bayerischen Atmosphäre. Als „authentisch“ hätte es die Jury vermutlich gelobt, wenn sie ihr Augenmerk nicht auf die 42 gemeldeten Filme zu richten gehabt hätte. Das aber tat sie über den Dingen thronend, sprich auf der Empore des großen Saales im aufwändig renovierten Gasthaus „Zum Jakobmayer“. Der Veranstaltungsort hatte seinen besonderen Reiz. Zentral gelegen, vereinte er Kinosaal, Gastwirtschaft und Bar in einem großen Saal, so dass ganz kommod in die verschiedenen Bereiche umgezogen werden konnte, ohne Gespräche unterbrechen zu müssen.

Und zu ratschen gab es viel. Über die inhaltlich einen weiten Bogen spannenden Filme, über die Jury, die als neues Bewertungselement den Faktor Unterhaltung entdeckt hatte, über das herzerwärmende Rahmenprogramm mit Kulissen umwerfendem Schuhplattler und  schwungvoller Tanzl-Musik. Oder auch über die Begeisterung, mit der Heinz Grundner als Erster Bürgermeister der Stadt Dorfen den Ausrichtern des Bundesfilmfestivals Lokales 2014 die verdiente Anerkennung aussprach. Geratscht wurde natürlich auch viel miteinander bei den abendlichen Ausklängen. Wobei nicht nur der Sieg Bayerns über Dortmund auf dem Fußballfeld zur Sprache kam. Das war lange nach dem Grußwort von Klaus Werner Voss, dem aus Dortmund angereisten Präsidenten des BDFA, der sich über den Verbleib des BFF Lokales im bayerischen Raum freute. Ein bisserl Wehmut dürfte aufgekommen sein beim Hinweis des Bürgermeisters, dass jeder fünfte Dorfener unter 18 Jahre alt ist – davon kann der BDFA nicht einmal träumen.

Umso mehr ist es den „Oldies“ hoch anzurechnen, die den zum Teil ziemlich langen Weg nach Dorfen nicht gescheut hatten. Das nächste Mal müssen es auf jeden Fall mehr sein – es lohnt sich! Wer diesmal schwänzte, hat viel versäumt: Ernste, informative, unterhaltsame und auf jeden Fall interessante Filme. Für deren Besprechung war genügend Zeit eingeplant, genutzt von einer mitunter auch kontrovers diskutierende Jury, bestehend aus Eva Schulmeyer, Monika Licht, Matthias Fanck, Lutz Schulze und Thomas Schulz unter der Leitung von Bernhard Lindner.

Gold vergaben sie für die Filme „Phönix aus der Asche“ von Manfred Riep, „Ich und Du, Müller’s Kuh“ von Dietmar Schürtz, und „… den Mantel des Schweigens weggezogen“ von Klaus Schardt. Bei der DAFF 2014 werden zudem zu sehen sein die Silber-Medaillen-Filme „Das Erbe des Paulus Kal“ von Reiner Urban, „Bürgerfest 2013“ von Christian Laurer/Jugendtreff Bäumenheim, „Sprachlos“ von Anton Wallner und „Wie ein Paparazzo“ von Martin Kochloefl.

Wer nicht die erhoffte Bewertung bekam, sollte sich unbedingt mit dem Gedanken trösten, bereits in der Bundesliga zu spielen und auf keinen Fall aufzugeben. Dem Filmen weiterhin die Treue zu halten, ist auch das Anliegen von Adalbert Becker, der überaus charmant durch das Festival führte und keinen Zweifel daran ließ, wer die Fäden in der Hand hatte: Eine im Hintergrund auf allen Positionen mit viel Phantasie – welche Jury bekommt schon einen roten Teppich? – agierende Barbara Bernauer. Beide zusammen konnten sich auf ein überaus sympathisches Team verlassen, das sich für keine Arbeit zu schade war und rundum für Wohlgefühl sorgte. Es hat alles gepasst. Ein herzliches Dankeschön für die kleine DAFF in Dorfen.

Barbara Ibsch

Gruppenbild der Autoren


 

Ergebnisse 2013 (Straubing): http://www.afcsr.de/festivals/Ergebnis2013.pdf

Rückblick auf 2013:

Zum ersten Mal dabei – ein beeindruckendes Erlebnis !

Zum 33. Mal (und leider zum letzten Mal) veranstaltete der Amateurfilmclub Straubing (www.afcsr.de) im Auftrag des BDFA vom 26.04.-28.04.2013 das Bundesfilmfestival „Lokalchronik – Folklorefilm“.

Karl-Heinz Maier, der Vorsitzende des Straubinger Filmclubs, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste, Autoren und Juroren zu diesem jährlich stattfindenden Festival erstmals im Paul-Theater. Durch die rotsamtene Bestuhlung, die Leinwand und den Beamer verwandelte sich das Theater in einen gemütlichen Kinosaal mit großartiger Atmosphäre. Da die eingereichten 49 Filme sich bereits über Landesfilmwettbewerbe für die Teilnahme auf Bundesebene qualifiziert hatten, konnte man auf großes Kino hoffen.

Die Juryleitung und Moderation lag in den Händen von Reiner Urban aus Landshut (BDFA Bayern), als Jurymitglieder agierten Adalbert Becker aus Isen (BDFA Bayern), Volker Krieger aus Dortmund (BDFA Nordrhein-Westfalen), Thomas Schulz aus Gerach (BDFA Bayern), Lutz Schulze aus Weilheim (BDFA Baden-Württemberg) und Karl Heinz Timtner aus Bad Homburg (BDFA Hessen).

Die Juroren erbrachten an den drei Festivaltagen „Höchstleistungen“, denn 49 Filme bedeuteten immerhin ca. 8,8 Stunden Spielzeit. Ohne erkennbare Ermüdungserscheinungen wurde blockweise jeder Beitrag eingehend besprochen und konstruktiv diskutiert. Die Juroren gaben auch Tipps hinsichtlich Laufzeit, Ton, Schnitt und Dramaturgie. Sowohl die Zuschauer als auch die Autoren erhielten hierdurch hilfreiche und kompetente Anregungen.

Am Freitag um 18:00 Uhr startete das offizielle dreitägige Programm mit 12 Filmen und endete gegen 22:00 Uhr. In der Pause zwischen den beiden Filmblöcken verwöhnte uns das Team des Filmclubs Straubing mit selbstgebackenem Kuchen/ Torten, Sekt, Butterbretzeln, Wienerwürstchen usw.. Bei dieser Gelegenheit wurden die ersten Kontakte geknüpft und Bekanntschaften aufgefrischt. Wir fühlten uns als Neulinge (zum 1. Mal als Autor dabei) herzlich aufgenommen und waren von den gesehenen Filmen sehr beeindruckt.

Am Samstag um 9:00 Uhr erfolgte die offizielle Begrüßung durch Karl-Heinz Maier und Straubings 2. Bürgermeisterin Maria Stelzl.

Es wurden 19 Filme vorgeführt. Aufgrund der Vielfalt der gewählten Themen war das Programm sehr abwechslungsreich und bewirkte dass dieser Augen-Marathon locker bewältigt werden konnte.

Die Herren Ebner / Mühlbauer und Albert hatten, hinter schweren Samtvorhängen versteckt, die Technik routiniert im Griff und Herr Stretz kündigte mit angenehmer Stimme professionell die einzelnen Autoren und deren Filme an.

Am Abend trafen sich die Autoren, die Jury und die Mitglieder des Clubs sowie die Helfer/ Helferinnen von einem herrlichen Regenbogen begleitet zum „Bayerischen Abend“ im Hotel Röhrl. Nach gutem Essen lauschten wir den Worten des Clubleiters, der Überraschungen im Gepäck hatte. Einige Mitglieder des Filmclubs Straubing wurden mit der Goldenen Ehrennadel des BDFA ausgezeichnet. Glückwünsche und Busserl folgten.

Mit der Überreichung eines Motiv-Regenschirmes der Stadt Straubing bedankte sich Karl-Heinz Maier bei den fleißigen Helferinnen und der Jury. Da ein Juror bereits vier(!) Schirme sein Eigen nannte, erhielt er ein geheimnisvolles „Päckchen“. Dabei wurden einige „Schmankerl“ zur Clubgeschichte erzählt. Der Rest des Abends verging wie im Flug, da es viel zu erzählen und an Erfahrungen auszutauschen gab. Wir Ruhris (Bewohner des Ruhrgebietes) fühlten uns in der Runde aufgenommen.

Am Sonntag wurden die letzten 16 Streifen und zwei weitere, die an den ersten Tagen aus technischen Gründen nicht vorgeführt werden konnten, gezeigt.

Nach den Blockbesprechungen zog sich die Jury zur Bewertung zurück. Sie vergab für die 49 Arbeiten des Festivals nach den Wettbewerbs- und Jurybestimmungen des BDFA 24 Bronzemedaillen, elf Silbermedaillen und eine Goldmedaille. Die Goldmedaille und den Sonderpreis der Stadt Straubing erhielt Josef Pettinger für „Was steckt dahinter?“ . Herzlichen Glückwunsch allen Autorinnen und Autoren dieses Festivals!

Die Nominierung der Filme zu den Deutschen Filmfestspielen DAFF 2013 in Jülich (Nordrhein-Westfalen) wurde mit dem Trailer für die DAFF 2013 eingeleitet. Das DAFF-Auswahlgremium, das die besten Filme für die Weiterleitung an die Deutschen Filmfestspiele in Jülich (DAFF) auszuwählen hatte, stand unter der Leitung von Volker Krieger. Weitere Mitglieder des Gremiums waren Reiner Urban und Karl Heinz Maier. Für die DAFF 2013 wurden der Goldmedaillen-Film „Was steckt dahinter“ von Josef Pettinger und vier Silbermedaillen-Arbeiten – „Auf Hallig Gröde“ von Hans Peter Klüver, „Das heilige Grab“ von Tipolt/ Brunner/ Meier, „tausendgrün“ von Frank Lauter sowie „Villa Erlwein“ von Hildegard und Heinz-Jürgen Krüger ausgewählt.

Sichtlich bewegt verabschiedete sicher der Clubleiter Herr Maier musikalisch von den Anwesenden mit dem Lied „Sag zum Abschied leise Servus“; dazu winkten die Damen des Clubs mit einem Taschentuch. Den Anwesenden wurde bewusst, dass mit diesem letzten Bundesfilmfestival in Straubing eine erfolgreiche Ära endete. Annemarie Urban (BDFA Landshut) überreichte dem Club einen Präsentkorb gefüllt mit Herzen und einem Film für die kommenden Clubabende. Karl-Heinz Maier beendete das 33. Bundesfilmfestival hier mit dem Einholen der BDFA-Fahne sowie den Worten „Der König ist tot, es lebe der König“ und übergab die Fahne den neuen Ausrichtern, Adalbert Becker und Barbara Bernauer (BDFA Bayern).

Mit der Bemerkung, dass „der Club Straubing einen ‚großen Schuh‘ hinterlasse“ präsentierte Adalbert Becker den Trailer zum kommenden Bundesfilmfestival Lokalchronik- und Folklorefilm in der Stadt Dorfen am 16. – 18.5.2014: Musizierende Kühe mit fetziger Musik und Impressionen der Stadt Dorfen machen neugierig auf den neuen Veranstaltungsort.

Ein großer Dank geht an die Autoren, die Jury, das Auswahlgremium, die Festivalpartner (Sponsoren) und an das fleißige Ausrichterteam, ohne die ein solches Bundesfilmfestival nicht möglich gewesen wäre.

Uwe und Sabine Straub, Filmklub Dortmund e. V.