Nordrhein-Westfalen

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Texte/Wünsche für Veröffentlichungen an dieser Stelle
BITTE NUR ÜBER DEN LV-VORSITZENDEN an bdfa-report(a)bdfa.de!

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Kontakt
: Erik Jäger, Im Siepen 41, 58313 Herdecke
Telefon: 02330 / 974862
E-Mail: erik.jaeger(a)bdfa.de
Webseite: www.bdfa-nrw.de

 

Veranstaltungen:

Filmwettbewerb „NRW – Mein Land“
23. Oktober 2016, 12:00 Uhr
Brauhaus Urfels, Duisburg-Walsum, Römerstraße 109
Einsendeschluss: 04.10.2016 (an den 1. Vorsitzenden Horst Fausz, Beecker Str. 156, 47166 Duisburg, Telefon 0203-553679)
Ausrichter: Filmclub Walsum-Wacker e.V.
E-Mail: fausz(a)filmclub-walsum.de
Web: www.filmclub-walsum.de
Weitere Infos: www.nrw-mein-land.de
Gefragt sind Beiträge, die mit NRW etwas zu tun haben: Orte, Landschaften, Industrie, Menschen.


BDFA Nordrhein-Westfalen – Landesfilmfestival der Region Düsseldorf
Herbst 2016: 05. – 06.11.2016 (jeweils von 10:00 – 18:00 Uhr)
im Stadtmuseum Düsseldorf (Ibach-Saal), Berger Allee 2, 40213 Düsseldorf
Ausrichter: Arbeitsgemeinschaft der Region Düsseldorf
Kontakt: Regionsleiter Bernhard Zimmermann, Niederkasseler Straße 80, 40547 Düsseldorf, Telefon 02 11 / 55 34 18
E-Mail: bernhard.zimmermann(a)bdfa.de

Weitere und ständig aktualisierte Informationen über das Festival erhalten Sie auf der Webseite der Region www.bdfa-rg-dus.de.

>> Download Ausschreibung (PDF)


BDFA Nordrhein-Westfalen – Landesfilmfestival der Region Westfalen
Herbst 2016: 12. – 13.11.2016
im Odins Filmtheater, Bad Lippspringe
Ausrichter: Filmclub Bad Lippspringe
Web: www.filmclub-badlippspringe.de
Kontakt: Manfred Friedrich, Mühlenheide 32, 33106 Paderborn-Elsen
Telefon: 0 52 54 / 6 71 94
E-Mail: manfred.friedrich(a)bdfa.de



Filmmatinee – Lydton-Video-Club 73 e.v. Langenfeld

Lydton-Video-Club

Unser Club arbeitet seit der Gründung 1973 eng mit der Stadt Langenfeld zusammen.
Bei 31 Produktionen gab es eine enge Partnerschaft mit der Stadt.
Die meisten der Filme wurden zunächst auf VHS/S-VHS-Cassetten und später auf DVD angeboten und über das Bürgerbüro verkauft.
Es waren überwiegend Dokumentationen, so in den letzten Jahren “Langenfeld wird schuldenfrei”, “Stadtmuseum”, “100 Jahre Stadtbibliothek” “Die Schule mit dem Türmchen” und in diesem Jahr die Neuverfilmung der Broschüre “KultuPFAD Langenfeld”
Am Ende der Produktion zählten wir nach 9 Monaten bei 150 Drehterminen über 800 Stunden Arbeitszeit, 26 Stunden Aufnahmematerial, 3 Festplatten waren belegt und 2500 km zurück gelegte Fahrstrecke.
Die Uraufführung fand diesmal auf der über 10 Meter breiten Leinwand im Rex-Kino statt.
Das Bild und der Ton von einer Bluray 1920 x 1080 waren top. Eintritt frei.

Projektteam :Siegwald Koletzki (Lydton-Club) – Juliane Kreutzmann (Leiterin VHS) – Britta Lenz (Kulturbüro) – Annelies Rejek (Historikerin) – Peter Speldrich (Umweltschutz und Verschönerungsverein)

Bericht der Rheinischen Post


 

Festival des Amateur- und Kurzfilms Landesfilmfestival Frühjahr 2015 in Düsseldorf

 21. und 22. März: Im Stadtmuseum stehen 23 Kurzfilme auf dem Spielplan

Eine Arbeitsgemeinschaft von Clubs aus Düsseldorf, Krefeld und Mönchengladbach (im BDFA) richtet in diesem Frühjahr wiederum mit Unterstützung des Stadtmuseums Düsseldorf und des Bundes Deutscher Architekten (BDA) das Landesfilmfestival in Düsseldorf aus, bei dem die neuesten nichtkommerziellen Kurzfilme aus der Region zur Vorführung kommen.

Die Veranstaltung findet am Samstag, den 21. März 2015, und am Sonntag, den 22. März 2015, jeweils ab 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr, im Stadtmuseum Düsseldorf, Ibach-Saal, Berger Allee 2, 40213 Düsseldorf, statt. Der Eintritt ist frei!

Nach dem großen Erfolg der letzten Landesfilmfestivals an gleicher Stelle hofft der Ausrichter, dass das Interesse auch bei diesem Festival weiter hoch gehalten werden kann. Die Zahl der Einreichungen zeugt bereits von großem Interesse an der Veranstaltung im Vorfeld. Nachdem die Meldungen nun abgeschlossen sind, werden 23 Kurzfilme zur Vorführung gelangen. Dabei sind alle Genres vom Reisefilm über Dokumentationen und Reportagen bis hin zum Kurzspielfilm und Videoclip vertreten.

Die Qualität der Filme hat in den letzten Jahren enorm zugenommen, was auf die rasante Entwicklung von privaten Schnitt- und Bearbeitungsgeräten zurückzuführen ist. So können einige Werke durchaus auch mit kommerziellen Produktionen mithalten.

Eine Fachjury wird die Filme öffentlich besprechen und mit dritten, zweiten und ersten Preisen auszeichnen. Die besten Filme der jeweiligen Kategorien werden zu den Bundesfilmfestivals des BDFA weitergemeldet. Weitere Sonder- und Sachpreise werden vergeben.

Die Filme werden am Samstag und Sonntag blockweise von 10.00 Uhr bis in den Nachmittag hinein im Ibach-Saal gezeigt. Die Filmlängen reichen von drei bis 20 Minuten.

Die Veranstaltung endet am Sonntag mit der Preisverleihung voraussichtlich gegen 16.00 Uhr. Programmauskünfte gibt es unter www.bdfa-rg-dus.de oder telefonisch 0211 553418


Bericht vom Landesfilmfestival der BDFA-Region Westfalen vom 7. bis 8. März 2015 in Gütersloh

Einladung ins „Spexarder Bauernhaus“, so lautete der Untertitel des Videofilmkreises Gütersloh. Unter der Leitung von Manfred Krause wurde diese atmosphärische Lokation in Gütersloh-Spexard für ein Wochenende zum Mekka der nichtkommerziellen Filmer in Westfalen. Dem Ausrichterteam ging der Ruf voraus, in diesem schönen Bauernhaus eine professionelle Technik, einen routinierten Ablauf und eine herzliche Betreuung der Gäste zu leisten. Um es vorweg zu nehmen: Erneut ein Volltreffer.

12 Klubs umfasst die Region. Davon haben 7 Klubs Beiträge gemeldet, die wie immer alle Genres umfassten. 28 Werke hatten die westfälischen Autoren erstellt und dem kritischen Blick der Jury unterzogen. In diesem Jurorenteam fanden sich Eva Schulmeyer, Holger Becker, Jörg Pape, Josef Zauner und Walter Heim unter der Juryleitung von Dieter Volk zusammen und diskutierten konstruktiv und nachvollziehbar, aber oft auch sehr kontrovers und stets unterhaltsam.

Bereits am Samstag erfreuten sich die Veranstalter eines vollen Hauses, gut besucht trotz des strahlenden Frühlingswetters. Die Zuschauer konnten sich in Ihrer Erwartungshaltung bestätigt fühlen: Ein abwechslungsreiches Filmprogramm lieferte mehrere beeindruckende Höhepunkte. Johannes Vranek sang sein erstes und letztes Couplé, die Filmer und Fotografen lernten eine Menge über „Kreative Bildgestaltung“, schöne Bilder aus Norwegen, Kolumbien, Inden, Russland und anderen Ländern entführten in die weite Welt und die Ruhrgebietsstadt Lünen zeigte sich von ihrer besten Seite „von oben“. Lokale Portraits und Lokalchroniken bereicherten das Programm mit interessanten Protagonisten, brennenden Osterrädern und Flamenco. Der Platz reicht nicht, alle sehenswerten Beiträge hier zu erwähnen. Aber wir werden etliche auf den Bundesfilmfestivals wiedersehen, weil der Qualitätslevel der eingereichten Beiträge auf hohem Niveau lag.

Zum Schluß konnten sich die Filme „Kreative Bildgestaltung“ von Manfred Riep, „Leben mit Shiva“ von Michael Preis sowie „Eldorado im rostigen Strom“ ebenfalls von Manfred Riep mit einem 1. Preis in der Jurywertung durchsetzen. Zusätzlich hat die Jury die folgenden Sonderpreise vergeben: „Leben mit Shiva“ von Michael Preis (bester Film des Wettbewerbs), „Making of“ von H.-Jürgen Krüger (Beste Bildmontage), „Osterräderlauf in Lügde“ von Dr. Rainer Lübking (Ehrenpreis der Stadt Gütersloh für die beste Umsetzung eines lokalen Themas), „Der Angler“ vom Team Krüger (Sonderpreis des Kreises Gütersloh für die beste Dokumentation) und „Eldorado am rostigen Strom“ von Manfred Riep (Größter Unterhaltungswert). Ein großer Dank an das Ausrichterteam, die ihrem Ruf erneut gerecht wurden, an die Jury für die angeregte und lehrreiche Diskussion und an die Autoren für die vielseitigen Beiträge. Ach so: Wie immer war der Kuchen so richtig lecker. Nicht unwichtig für das Wohlbefinden der Zuschauer und Besucher, selbstverständlich neben den Filmen. Freuen wir uns gemeinsam auf das nächste Landesfilmfestival der Region Westfalen, welches im Herbst der Filmclub Hohenlimburg ausrichten wird.


Neuer Vorstand im BDFA-Landesverband Nordrhein-Westfalen

Auf der Jahreshauptversammlung des BDFA-Landesverbandes NRW am 21.02.2015 in Dortmund wurde neben den üblichen Aufgaben (Tätigkeitsbericht, Kassenbericht, Etat) auch eine Satzungsänderung beschlossen, um das Wahlverfahren einfach und rechtssicher zu gestalten.

Außerdem stand die Wahl eines neuen Vorstandes an. Zum 1. Vorsitzenden des Landesverbandes wurde Erik Jäger gewählt, zum 2. Vorsitzenden Hans Berenberg. Die Position des Schatzmeisters blieb vakant.

Danach stellte Erik Jäger dem Gremium die Arbeitspapiere und Präsentationen der BDFA-Querdenker-Gruppen vor, um zukunftsweisende Ideen zur Struktur und zu den Wettbewerben zu diskutieren. Das Meinungsbild der anwesenden Klubleiter aus NRW wird Erik Jäger mitnehmen zur anstehenden BDFA-Jahreshauptversammlung (Bund) am 28.02.2015 in Bad Salzuflen.

Erik Jäger und Hans Berenberg bedanken sich bei den Vertretern der NRW-Klubs für das entgegengebrachte Vertrauen. Zudem geht ein großer Dank an den bisherigen Vorstand, namentlich an Klaus und Christel Krafft, für das bisherige Engagement und die geleistete Arbeit.

Neuer Vorsitzender des Landesverbandes NRW

Auf der Jahreshauptversammlung des BDFA Nordrhein-Westfalen e.V. wurde Erik Jäger als neuer 1. Vorsitzender gewählt.

Jäger übte bisher im BDFA kein besonderes Amt aus, ist aber unter den Filmern kein Unbekannter. Seit 1971 BDFA-Mitglied, hat er mit Filmfreunden 1972 einen ersten gemeinsamen Klub gegründet und ist heute -mit beruflich bedingter Unterbrechung- seit vielen Jahren im Filmklub Dortmund. Dort hat er sehr gerne und mit großem Engagement vor einigen Jahren die Internet-Auftritte gebaut, das Archiv übernommen und zu einem der größten Online-Archive für die Klubmitglieder entwickelt. Fast 400 Werke seiner Klubfreunde sind in HD-Qualität in einem geschützten Internet-Programm abrufbar. Daneben gibt er die lokale Filmklubzeitschrift „Klubzeit“ heraus, erstellt die wöchentlichen Klubabend-Programme und vieles mehr, immer dort, wo gerade eine helfende Hand gebraucht wird. Für dieses Engagement gab es schon 2007 die goldene BDFA-Ehrennadel und mehrere Goldmedaillen im BDFA-Homepage-Award. Seine über 170 Filme waren nicht immer so erfolgreich. Nach früheren DAFF-Teilnahmen schafften es in den letzten Jahren „nur“ drei Filme zu den Deutschen Filmfestspielen, aber regelmäßig tummelt er sich in den verschiedensten Genres auf Bundesfilmfestivals. In ein bestimmtes Schema will er nicht so recht passen.

Als Vertreter des Veranstalters des Bundesfilmfestivals REISEFILM kam er in den Beirat des BDFA-Landesverbandes NRW. Als ihm die Frage gestellt wurde, ob er sich vorstellen könnte, seine vielen beruflichen und filmischen ehrenamtlichen Tätigkeiten vielleicht auch auf eine Vorstandstätigkeit im BDFA-NRW auszuweiten, war er unentschlossen. Im Dialog mit den NRW-Klubleitern wurde dann schnell deutlich, dass es um die gemeinsame Zukunftsverantwortung geht, dem BDFA und dem BDFA-NRW mit seinen Klubs wieder mehr Zukunftsperspektiven zu geben.

Eine seiner vielen Ideen ist die Planung eines NRW-Jugendfilmfestivals, möglichst unter Beteiligung  mehrerer Klubs. Mit einer Vor-Auswahl im Internet. Und einem Schlusslauf und einer Siegerehrung vielleicht auf einem NRW-Landesfilmfestival? Das Konzept ist fertig. Um dem Argument entgegenzutreten, dass wir alle keine Zeit haben und der Aufwand zu groß ist, hat er im Januar einen Filmwettbewerb mit nur einem Mitstreiter organisiert und durchgeführt. Ohne Probleme, wenn man es nur will. Seine Aktivitäten müssen nun aber warten, bis er seine Aufgaben im Team des Reisefilmfestivals und der diesjährigen Deutschen Filmfestspiele in Dortmund erledigt hat. Bei den BDFA-Querdenkern hat er auch mitgemischt und stellt sich selbst und alles andere in Frage, um neue Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu finden.

Erik Jäger lebt in Herdecke, hat zwei erwachsene Kinder, bezeichnet sich selbst als Technik-affin und wird deswegen vom Filmklub Dortmund immer wieder gerne als Referent für alle Technik-Seminare eingesetzt. Dabei reist er „zwischendurch“ um die halbe Welt, schneidet gerade seinen Arktis-Film, engagiert sich genau so gerne als Fotograf, hat etliche Fotobücher produziert, ist gerne bei den Freunden vom AVdialog zu Gast und findet dabei seit Jahren noch Zeit für das regelmäßige Training in einem Tanzsportclub. Dabei lässt ihm sein Beruf als IT-Leiter gar nicht so viel Zeit, wie er gerne für seine Hobbys verwenden würde. Vielleicht wird das eines Tages im (Un-)Ruhestand besser, vielleicht…


 Trauer-Anzeige Waldemar Prechtel


Rückblick:

Preisträger vor Stadtmuseum_webLandesfilmfestival der BDFA-Region Düsseldorf, Herbst 2014

Eine Festival in einer Großstadt auszurichten ist meist schon aus finanziellen Gründen schwierig. In Düsseldorf gelingt dies durch eine Kooperation des Filmclubs Futura mit dem Stadtmuseum und dem Bund Deutscher Architekten als Sponsor. Zum wiederholten Mal konnte daher die „Arbeitsgemeinschaft Landesfilmfestival“ Filmerinnen und Filmer der BDFA-Region Düsseldorf im Stadtmuseum in der Düsseldorfer Altstadt begrüßen. 28 Filme standen auf dem Programm, so dass zwei Wettbewerbstage gut ausgefüllt waren.
Genug Gesprächsstoff also für die Jury unter Leitung von Volker Krieger aus Dortmund. Mit Gisela Baust, Organisatorin des Bundesfilmfestivals „Familiade“ in Oldenburg und Andreas Lippitz aus Berlin waren zwei langjährige Kenner der BDFA-Festivals an Bord.  Klaus Krösche und Margitta Guldin aus Düsseldorf sind der regionalen Kulturszene eng verbunden und sorgten für den Blick von außen auf die BDFA-Produktionen. Für Nikolaus Brausse aus dem Filmklub Solingen war es ein Wiedereinstieg als Juror, hatte er doch in den letzten Jahren als Juror pausiert. Damit war die personelle Voraussetzung für interessante und manchmal auch kontroverse Diskussionen gelegt.
Regionsleiter Bernhard Zimmermann konnte zum ersten Filmblock am Samstag Morgen bereits zahlreiche Filmer begrüßen und zum Nachmittag war der Saal mit über 80 Besuchern gut gefüllt.
Das Niveau der Filme war insgesamt gut und auch thematisch wurde die Spannbreite des Amateurfilms vom Dokumentarfilm über Spielfilm bis zum Videoclip ausgefüllt.
Regionsleiter Zimmermann mit Preisträger Franz_Josef Thissen_web

Ein erster Preis ging an den Film „Besser geht’s wohl nicht“ über den niederrheinischen Stillleben-Maler Johann Wilhelm Preyer. Autor Franz-Josef Thissen ist nicht nur Filmer sondern auch Hobbymaler. So zeichnet er nicht nur ein Portrait des Malers aus dem 19. Jahrhundert, sondern erstellt selber die Reproduktion eines Preyer-Stilllebens, filmisch umgesetzt in einer geschickten Parallelmontage. Die Jury war der Meinung, dass dies nicht nur der beste Film des Wettbewerbs war, sondern dass er auch den Sonderpreis als Kultureller Beitrag verdiente.
Weitere Sonderpreise gingen an Martha Schorn für die Montage von „Neuengland, eine Zeitreise“ und Michael Hage für den Spielfilm „Diesseits“ (Sonderpreis des Regionsleiters für einen besonderen Film).
Sieben mal verlieh die Jury einen zweiten Preis, davon mit 5 Stimmen für die Naturfilme „SupaKali“ von Maria Gockel über die persönliche Begegnung mit einem Elefanten sowie „Eine ungewöhnliche Naturerscheinung“ von Gisela Plette, die uns in die Makro-Welt der Flechten führte. Es fällt auf, dass beide Autorinnen in weniger als 10 Minuten sich auf ihr Thema konzentriert haben. Neben dem ersten und den 7 zweiten Preisen wurden auch 14 dritte Preise und 6 Teilnahmeurkunden vergeben.
Die Organisation eines Festivals erfordert Organisationstalent in der Vorbereitung und ein motiviertes Team zur Durchführung – und vor technischen Pannen ist man auch nicht sicher. Aber ohne Ausrichter gibt es auch keine Festivals und die Autoren können sich ihre Filme zu Hause ansehen. Die Region Düsseldorf sucht daher Ausrichter für den Frühjahrswettbewerb.

Jürgen Richarz

 


Landesfilmfestival der BDFA-Region Düsseldorf, Frühjahr 2014

Ein Landesfilmfestival in der Düsseldorfer Altstadt, das ist schon eine Versuchung: Soll ich durch die Altstadt bummeln, angeblich die längste Theke der Welt, am Rheinufer die Frühlingssonne genießen oder zwei Tage im dunklen Saal des Stadtmuseums verbringen. Dennoch kann Regionsleiter Bernhard Zimmermann zum ersten Filmblock am Samstag Morgen eine ganze Reihe Film-Aktiver begrüßen. Zum Glück sollten es gegen Nachmittag noch einige mehr werden, so dass der Saal im Stadtmuseum schließlich gut gefüllt ist.

25 neue Filmproduktionen präsentieren die Autoren aus der BDFA-Region Düsseldorf. Die Jury unter Leitung von Alfred Halfmann aus Solingen ist fast international besetzt: Die weiteste Anreise hat Eva Schulmeyer, die mit Ehemann Lutz aus Ludwigsburg angereist ist. Martin Gubela und Toni Skorniewski sind alte Bekannte in der Region Düsseldorf. Sie beweisen besonderen Mut, kommen sie doch aus der Region Köln in die „Verbotene Stadt“ – und das, wo im Fußball der 1.FC weit vor der Fortuna in der 2. Bundesliga steht. Leichter haben es da Iris Lindemann aus Viersen und Jürgen Richarz aus Ennepetal, sind sie doch Eigengewächse der Region.

Das Niveau der Filme ist durchaus unterschiedlich an diesem Wochenende. Fast alle Autoren haben sich interessante Themen gesucht und auch die technische Qualität ist durchweg gut. Allerdings sind manche Filme einfach zu lang geraten. Liegt es daran, dass das Videomaterial nichts kostet oder können sich manche Autoren einfach nicht von ihrem Filmmaterial trennen?

Dies gilt natürlich nicht für die drei ersten Preise: Zum besten Film des Wettbewerbs wird „Kwarup“ von Heidulf Schulze (Mönchengladbach) gewählt. Der Autor besucht eine Totengedenkfeier der Kalapato-Indianer in Brasilien. Bizarr wirkt es, wenn die Einheimischen in ihrer traditionellen Nicht-Kleidung offenbar recht professionell mit der Video-Technik des 21. Jahrhunderts umgehen. Einige Tausend Kilometer nördlich war Martha Schorn (Düsseldorf), die uns „Kanada’s Westen“ präsentiert und fast nebenan war Holger Hendricks (Düsseldorf), der uns mit „Buffalo Bills Wilder Westen“ in die Geschichte der USA führt. Er erhält dafür den Sonderpreis „Kultureller Beitrag“. Den Sonderpreis als „Besonderer Film“ erhält das Team um Manfred Obermeyer (Düsseldorf) für den Spielfilm „Die Frau auf der Parkbank“. Das Besondere: Es ist ein 2-Personen-Stück, das ausschließlich auf einer Bank im Park spielt. Rose-Lotte Obermeyer zeichnete für das Drehbuch verantwortlich.

Trotz der Versuchungen der Altstadt und vom Rheinufer waren es also zwei interessante Tage und wer den Amateurfilm mag, ist auf jeden Fall auf seine Kosten gekommen. Möglich wurde dies nur, weil sich eine Arbeitsgemeinschaft aus Mitgliedern verschiedener Clubs zusammengefunden hat und weil mit Unterstützung des Bundes Deutscher Architekten zwei Tage der Saal des Stadtmuseums genutzt werden konnte.

Jürgen Richarz


Landesfilmfestival in Bad Lippspringe am 15/16 März.

Odins Filmtheater in ist ein Glücksfall für den Film- und Videoklub in Bad Lippspringe und damit auch für die am Samstag 90 und am Sonntag rund 150 Gäste des Festivals. Im Medizinischen Zentrum für Gesundheit der Stadt betreiben und bedienen 40 Ehrenamtliche das Kino der Stadt. Unter ihnen auch vier vom Film- und Videoklub. Als Gegenleistung nutzt der Filmklub die Vorführräume für Sonderveranstaltungen wie dieses Festival. Weil in der Woche als Kino genutzt, steht dem Klub hier professionelle Technik zur Verfügung. Ein 5000 Ansi-Lumen Beamer wirft ein nach meiner Schätzung sieben Meter breites strahlend helles Bild auf die Leinwand. Natürlich hochauflösend. Auf mich hatte dieses Idealfilmbild eine seltsame Wirkung. Ich fand alle Filme noch schöner, als ich sie in Erinnerung hatte, weil uns Besuchern das Bild regelrecht in die Seele leuchtete. Das war Hollywoodfeeling.

Bürgermeister Anderas Bee begrüße fachkundig die Gäste und blieb mehr als eineinhalb Stunden, sah viele Filme und äußerte sich mit ehrlicher Begeisterung. Der Klubvorsitzende Manfred Friedrich moderierte souverän und launig die Veranstaltung, hatte alles im Blick, führte ein freundliches Klubteam und zeigte sich als ideale Gastgeber.

Eine Mannschaft, bestehend aus sämtlichen Damen des Klubs stärkte die Gäste an beiden Tagen mit 26 Torten, 70 Kannen Kaffe und 150 Brötchenhälften. Albert Willeck, Christian Theiner, Helge Temme, Wolfgang Gügel, Günther Nolte und viele Helfer aus dem Klub sorgten für die technischen und gastgeberischen Abläufe.

Juryleiterin Anke Stoverock leitete zielsicher und menschlich und sanft die Diskussionsrunde aus Herbert Kania, Martin Gubela, Antoni Skorniewski und Ralf Kloda. Spontan stellte sich Frau Martina Krüger, die mit Herrn Kloda gekommen war, als Jurorin zur Verfügung, denn Uli Schulte fiel erkrankt aus. Obwohl ihr erster Einsatz in einer Jury, reihte sich Frau Krüger mit fachkundigen Worten ein in die sehr humorvolle Jury, die neben klarer Kritik oft auch heiter und unterhaltsam präsentierte Urteile fand. Herbert Kania sprach mit fröhlicher Kritik und professionellem Wissen über Jump Cuts und Jumping Horizonts ( Spezielle Schnittfehler) und erklärte uns damit, was wir Autoren so alles falsch machen können, obwohl wir von diesen Fehlern noch nie gehört haben. Martin Gubela stieß manchmal mit scharfem Säbel und blitzenden Argumenten in allzu wohlmeinende Worte der anderen Juoren. Sicherlich zuckte mancher Autor zusammen aber, so isses nu`mal, wenn ein Filmer eine Teilnehmerurkunde bekommt, dann muß er auch wissen warum. So ist das Leben. Zu den Filmen:

Erik Jäger aus Dortmund rüttelte mit seinem Film: „Der vermeidbare Tod“ unser Gewissen wach. Weil Ärzte für Organtransplantation nicht nach dem Gewissen sondern dem eigenen Geldbeutel Organe verteilt hatten, ließ vor einiger Zeit die Spendenbereitschaft nach. Erik Jäger las am Grab seiner im vorigen Jahr plötzlich verstorbenen Frau einen an ihngerichteten Brief vom Transplantationscenter vor. Darin wird die erfolgreiche Übertragung von vier Organen seiner Frau an vier lebensgefährlich Erkrankte beschrieben. Ein Film, der unsere Seelen bewegte, ein Film, der nach der Tageschau im Ersten gezeigt werden sollte. Das wären sicher 10 000 neue Spenderausweise. Danke für diesen Film. Besonders wenn wir bedenken unter welchen persönlichen Umständen der Autor diesen Brief vorgelesen hat. Der Film erhielt den Sonderpreis der Stadt Bad Lippspringe für den besten Film mit sozialem Hintergrund.

Karl Piepenbrock und seine Freunde aus dem Film & Videokreis Gütersloh kitzelten die Lachmuskeln der Zuschauer. Im Film „Auh weia“ hatte eine Ehefrau beschlossen ihrem Mann das Zigarrenrauchen abzugewöhnen. Im Opening des Filmes pafft er im Takt schneller Musik. Zum Schreien. Dann kommt die Ehefrau: In furiosen Schimpfkanonaden macht sie den hilflos wirkenden Ehemann fertig. Grandioses Laienschauspiel! 20 Minuten lang tönt da laut eine höchst unterhaltsame Handlung auf der Leinwand, die Zuschauer lachten und und waren hingerissen. Auch in eigener Parteilichkeit, denn diese Film-Ehefrau ist niemandem zu wünschen. Schließlich raucht der Mann nicht mehr, die neue Therapiemethode aus den USA wirkte: Er nuckelt jetzt statt einer Zigarre an einem Babyschnuller, köstlich, auch die Nebenrollen glänzend besetzt. Unterhaltsam auch der Film: „Der Ring“ von Peter Lechtreck aus Bad Lippspringe. Recht heutig scheinende flapsige Schülerinnen um eine Musikband machen krumme Geschäfte mit einem wertvollen Ring einer Oma im Rollstuhl. Die fertigt falsche 50€ Scheine im Drucker und die Geschäfte gehen krumm weiter. Die Bösen werden nicht, wie üblich bestraft. Ein schöner Film über listige Mädels von jung bis alt.

Manfred Friedrich aus Bad Lippspringe stellte uns: „Farbenrausch in Lappland“ vor. Die unendliche Weite des Landes im herbstlichen Licht ließ uns die Träume von Einsamkeit, beim Anblick einer Herde von über tausend Rentieren aber auch die von Dichte und Vielfalt dieses Landes nachfühlen. Ohne die berüchtigten Millionen Mücken ( Die hassen die schon im September vorkommende Kälte) sahen wir Indian Summer ohne nach Kanada reisen zu müssen. Ein Muß für Liebhaber der Weite und Einsamkeit und Stille in Bildern. Die Jury belohnte den Film mit einem ersten Preis.

Uwe Koslowski wurde mit dem BDFA Preis: „Beste Montage“ für seinen rasant geschnittenen Film „Algenblüte“ ausgezeichnet, der mit Kameraeinstellungen eines Paragliders, eines Quadrokopters und einer Helm-Go-Pro dynamische Bildeinstellungen zauberte.

K.W. Voß demonstrierte seine Liebe für den Altmeister des Trickfilms, Walt Disney. Ein weltberühmter, aber heute vergessener Film, mit Namen: „Fantasia“ zeigte im Jahre 1940 die gezeichnete Visualisierung eines Musikstückes. Eine Sequenz dieses Filmes löste vor 40 Jahren in K.W. Voß die Begeisterung für klassischen Musik und die für Trickfilm aus. Zur Originalmusik von 1940 zeichnete er eine Sequenz, in der wohl an die 60 Nonnen in der Nacht mit Kerzen in der Hand durch einen verwunschenen Wald ziehen bis die Sonne aufgeht. Obwohl der Film im Grunde genommen das Original kopiert, demonstriert er überzeugend, dass ein, nennen wir es mal ein „zeichentricktechnischer Könner“ mit den heutigen Mitteln der computerunterstützten Visualisierung einen Film perfekter nachschaffen kann, als das im Original vor 74 Jahren überhaupt möglich war. Dieser Film bewies das. So ganz hat die Jury das nicht erkannt und vergab einen zweiten Preis, für ein mit dem Pinsel der Elektronik nachempfundenes visuelles und ästhetisches Staunen.

Michael Preiss entführte uns in wie immer perfekten Bildern nach Sansibar, ein Junge sprach Deutsch, das er von Touristen gelernt hatte, ein einsam lebender Medizinmann heilte Patienten aus aller Welt und eine fast hundert Jahre alte Sängerin sang immer noch und erzählte aus ihrem Leben. Ein überzeugender Film und mit einem ersten Preis gewürdigt.

Dr. Peter Hoch stellte seinen Spielfilm: „Der Besucher“ vor. Mit vielen Freunden und Klubmitgliedern entstand unter seiner Leitung ein Psychokrimi der ganz besonderen Art. Ein Film von einer Qualität wie wir Alten sie nur von Otto Horn vor vielen Jahren gewohnt sind. Bildgestaltung, Kameraarbeit, Licht, Wahl der Locations, Inszenierung und Schauspiel, wie wir es vom guten Fernsehspiel gewohnt sind. Das sensible Spiel der Schauspieler überzeugte und ließ uns vergessen, dass auch sie Laien sind. Die Story endet mit Plot und Schuß am Schluß, wie wir Amateure es selten schaffen. Belohnt mit einem ersten Preis und dem Preis für den besten Film.

Manfred Riep fand in zwei Filmen passende Kommentare zu den richtigen Bildern, einmal „Phoenix aus der Asche“, ein Film über einen ehemaliges Industrieareal aus dem ein attraktiver See entstand. „O sole mio“ zeigt einen Kurzbesuch in Venedig mit satirischen Bildern und Worten beschrieben. Die Jury belohnte beide mit einem ersten Preis.

Insgesamt vergab die Jury sieben Teilnehmerurkunden,vierzehn dritte, sieben zweite und fünf erste Preise.Von manchen Landesfestivals geht man nach Hause mit dem Gefühl: Früher gab´s auch schon mal bessere Filme. Das war hier anders.Sicher lag es an den sehr vielen unterhaltsamen Filmen, ein wenig auch an der Riesenleinwand mit perfektem Ton. Die Tage verliefen wie im Fluge, niemals kam Langeweile auf. Und das Treffen alter Filmfreunde war in dieser Atmosphäre reine Freude. Unter den Gästen zählte ich sicherlich um die 60 Nicht-BDFA Besucher. Danke an die Mannschaft der Damen und Herren um Manfred Friedrich in Bad Lippspringe.

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“Von links Regionsleiter Hans Berenberg, Filmautor Peter Lechtreck und erste Preisträger Michael Preis, Manfred Friedrich, Manfred Riep und Dr. Peter Hoch.”

M.R.